Allgemeines, Bär Bruno
Kommentare 14

Bär Bruno

Bruno der Baer

Heute wurde Bruno der Bär am Niederrhein beim Rückenschwimmen gesichtet. Kein Wunder bei den Temperaturen. Das Leben kann doch geil sein.

14 Kommentare

  1. Alex sagt

    Eine Sauerei! Jetzt haben sie das Tier erschossen. Die können mir nicht erzählen, daß bei allem vorhandenen technischen Equipment der bay. Staatsregierung, es nicht möglich war, den Bären lebend zu fangen. Wir beobachten Mikroben in der Tiefsee oder fliegen auf den Mond, aber so einen lausigen Bären lebend zu fangen, ist nicht möglich? Wenn das wahr ist, müssen wir unsere technischen „Errungenschaften“ ALLE schwerst überdenken.

    Es ist schon peinlich, wenn ein dahergelaufener Bär nur durch einen blutrünstigen Jäger zu stoppen ist, der für den Abschuß wohlmöglich seinen Jahresurlaub hat fahren lassen, um seine Hände doch ENDLICH im Bärenblut baden zu können. Es sitzen Psychopathen wegen wesentlich weniger Augenfälligkeiten, Zeit ihres Lebens im Irrenhaus.

    Herzlichen Glückwunsch an alle Beteiligten/Verantwortlichen, ich bin froh, kein Bär zu sein in diesem Land….

    Alex

    P.S.: ..der Bär schwamm wohl eher „bäuchlings“, mit vielen Kugeln im Körper und ob der das Leben so toll fand, weiß ich auch nicht :-(

  2. Michael sagt

    Tja, kein schöner Land zu dieser Zeit. Jedenfalls nicht für Bären.
    Hab mir ein paar Zeilen aus deinem blog „geliehn“. Hoffe, is ok.
    Gruss

  3. Anna sagt

    Wer so etwas zuläßt egal ob Politiker oder sogenante Tieschützer die müßte man ganz einfach auch erschiessen.
    Die schießwütige Jägerschaft macht ja sogar bei des Menschen lieben Haustieren nicht mal halt. Und keiner ändert etwas an dieser Misere. Weil Tiere ja nur eine Sache sind, wie es laut Gesetz heißt. Tier haben nun mal keine Lobby. Wie viel anders soll es dann diesem armen Bären Bruno gehen? Denn der ist ja schließlich ein Wildtier und außerdem noch so gefährlich. Da gibt es ja garnichts anderes als ihn abzuknallen.
    Warum habt ihr Tierschützer und Tierschutzbehörden denn nichts unternommen um den Bär zu retten. Was wäre es für eine Schlagzeile für den Deutschen Tierschutz gewesen den Bruno zu retten. Ich bin der Meinung auch die haben versagt. Wo waren sie denn als die Abschußgenehmigung erteilt wurde. Sicher hätten die den Bär auch finden können genauso wie die Jäger. In diesem Land profilieren sich doch jeder damit in die Schlagzeilen zu kommen, leider aber nicht mit Taten. Schade für Bruno. Möge er ruhen in Frieden. Ich hoffe die Wilderer werden angeklagt und ihre gerechte Strafe bekommen. Ich fordere Gerechtigkeit für Bruno.

  4. viper sagt

    Ich gebe Steve recht, wegen einem Bären so einen Aufstand zu machen. Sorry aber vielleicht sollte man Kindern die am verhungern sind mal so viel Aufmerksamkeit schenken aber neiiiiiin die sind ja etliche Kilometer weit weg und was interessiert uns das? Wir müssen erstmal hier im Land 1000 Leute mobilisieren um einen Bären zu fangen…Tierschutz hin oder her – der Bär hätte direkt zum Abschuss freigegeben werden sollen dann hätte man das Steuergeld wesentlich sinnvoller investieren können. Millionen von Menschen haben keine Arbeit es gibt also genug zu tun…

  5. Peter Roskothen sagt

    Ich habe mir erlaubt Kommentare wie den von Steve zu entsorgen, weil die nicht die nötige Etikette haben. Ich habe gar nichts gegen andere Meinungen – im Gegenteil. Aber man kann das auch anders vorbringen.

  6. Peter Roskothen sagt

    Es gibt einige Entgleisungen bezüglich des Bären. Verständlich sind die, die noch im höflicheren Rahmen bleiben, einfach deshalb, weil dieser Bär einem ans Herz gewachsen war. Er war einzig, clever und alle wünschten sich wieder mal so eine Attraktion außerhalb von viel zu kleinen Zoogehegen. Trotzdem ist natürlich nicht einzusehen, warum Menschen und Hunde aus Finnland eingeflogen werden, nur um den Bären dann durch Jäger erschießen zu lassen. Und in Kanada weiß man sich mit Elektrozäunen zu helfen. Die mögen Bären nämlich gar nicht an ihrer empfindlichen Nase. Aber bei aller Vernunft – wir sind nicht mehr den Umgang mit Bären und Wölfen gewohnt. Nicht die Jäger und anderen Menschen der Region und auch nicht die Politiker. Es gab zu lange keine solchen Wildtiere mehr in Deutschland. In anderen Ländern werden Luchse und Bären mit Absicht wieder angesiedelt, damit die Natur sich selbst reguliert. Auch wenn in Kanada mal ein Bär erschossen wird, es gibt viele Bären und die sind in der Regel sicher mit dem Wild als Nahrung zufrieden. Und natürlich haben die Flüsse mit Lachsen. Aber die Presse in Deutschland hat auch keine wirklichen Neuigkeiten mehr. Neuigkeiten wie das scheitern der Gesundheitsreform, die Streiks von Ärtzen oder der Streit in der Koalition, kann und will keiner mehr hören, denn wir wissen oder ahnen alle, dass die Politiker nur noch Marionetten der Wirtschaft und deshalb nicht mehr zu vernünftigen Entscheidungen fähig sind. Deshalb waren die Nachrichten über Bruno so herzerfrischend. Und er hat keinem Menschen was getan – war nur an der Nahrung interessiert. Ich habe zu wenig Ahnung um zu sagen: Bruno ist ein Problembär gewesen. Oder: Bruno ist normal, der nimmt sich einfach seine Nahrung und ist clever. Ich kann nur sagen dass ich seine Schläue mochte. Schade dass man einen Bären einfach präventiv erschießt. Das ist so als würde man Autofahrer mit mehr als 10 Punkten in Flensburg erschießen – präventiv. Da macht man aber Unterschiede, denn die sind in der Lage Autos kaputt zu fahren, was die Wirtschaft in Gang hält. Und Bruno hätte ja Touris abhalten können vom Urlaub in den Bergen.

    Ich behaupte es hat alles nur kommerzielle Hintergründe. Die Wahrheit ist, dass Politiker die eine Abschußgenehmigung geben, gelenkt werden von wirtschaftlichen Interessen. Nicht von Angst und auch nicht von dem Interesse endlich wieder mal was nützliches für die Natur zu tun, sondern nur wegen des Geldes. Machen wir uns nichts vor: die Wirtschaftsmafia ist überall im Spiel – nicht nur in Italien.

  7. Peter W. Sawatzki sagt

    ad 5.: Vielleicht wäre es besser gewesen, einen Teil des Kommentars stehen zu lassen und, wie in Blogs üblich, durchzustreichen, dann hätte man wenigstens eine Ahnung, worum es in diesem Kommentar ging.

    ad 4.: Vor Jahren hatten wir Würmer in den Heringen, dann gab es die Schweinepest, dann BSE, dann Acryldingsdachemie in den Pommes und vor Wochen gab es noch einen Aufruhr wegen der Vogelgrippe. Na und jetzt muß halt Bruno herhalten.

    Die Deutschen brauchen immer einen Aufreger. Vermutlich, um von den eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.

  8. Peter W. Sawatzki sagt

    ad 3.: DAS ist genau die Art von Kommentar, die man sich in diesem Zusammenhang wünscht.

    Mal völlig davon abgesehen, daß um solche Sachen -gerade jetzt im „Sommerloch“- immer so ein Theater gemacht wird, haben wir es doch hier, nüchtern betrachtet, vielleicht nicht mit einem Problembären, so doch aber gewiß mit einem Bärenproblem zu tun gehabt.

    Das Problem resultierte einfach daraus, daß ein Wildtier sich in Gefilde begab, die nicht seinem natürlichen Umfeld entspricht. Ob da früher einmal Bären gelebt haben und welche Rolle der Mensch bei der evtl. Ausrottung früher einmal gespielt hat, wollen wir mal außerhalb unserer Betrachtungen lassen, weil wir das sowieso nicht mehr ändern können.

    Fakt ist aber, daß das eine -wenn auch dünn- so doch von Menschen besiedelte Gegend ist. Dort werden Tiere in landwirtschaftlicher Nutzung gehalten und die Region lebt auch vom Tourismus.

    Wenn es so wäre, daß man den Bären gelegentlich in irgendeinem Tal hätte beobachten können, hätten sich die Hoteliers sicherlich gefreut, weil das eine Touristenattraktion gewesen wäre. Aber so war es nunmal nicht.

    Um es gleich hier einmal deutlich zu sagen, ich liebe Tiere und ich mag insbesondere Bären sehr gerne. In Kanada hatte ich mehrfach Gelegenheit große Bären in freier Wildbahn zu betrachten. Aber selbst die, im Umgang mit solchen Wildtieren geübten Kanadier, reagieren äußerst empfindlich, wenn die Tiere zu nahe an die Wohngemeinden herankommen.
    In Alaska gibt es Projekte, wo Eisbären betäubt werden und dann wieder in entlegenere Gebiete verfrachtet werden. Es ist aber sehr blauäugig zu glauben, daß das eine Methode ist, die generell angewendet wird oder anwendbar wäre.
    Vielmehr werden auch dort Bären, die immer wieder die Nähe der Häuser suchen, abgeschossen.

    Ich vermag es nicht zu beurteilen, ob die Bärenfänger hier bei uns genug getan haben, ob sie das Richtige getan haben usw. Dafür verstehe ich zu wenig von der Bärenjagd und möchte auch nicht auf das Niveau herabsinken, das jetzt viele an den Tag legen und natürlich alles mal wieder viel besser wissen.

    Jedenfalls war dem Tier offenbar mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nicht beizukommen.

    Ein Abschuß des Tieres ist meiner Meinung nach zwar sehr schade und nicht gerade ein Ruhmesblatt für diese Bärenfänger, aber dennoch unausweichlich notwendig geworden.

    Ich kann mir im Übrigen auch nicht vorstellen, daß es sich um „blutrünstige“ Jäger gehandelt hat, die ihre „Hände endlich in Bärenblut gebadet“ haben. Die Menschen dort leben ohnehin in einer recht wildreichen Region und dürften, wenn sie schon der Jagd nachgehen, genug vor die Flinte bekommen.

    Aber einmal von alledem vollkommen abgesehen:
    Ich finde es, bei allem Respekt, eine dramatische Gehirnentgleisung, wenn jetzt jemand hier schreibt man müsse diese „Politiker und Tie(r)schützer ganz einfach auch erschießen“.

  9. Peter W. Sawatzki sagt

    :Machen wir uns nichts vor: die Wirtschaftsmafia ist überall im Spiel – nicht nur in Italien.

    Deutschland gehört der Deutschen Bank und der Allianz!

  10. Melanie sagt

    Mail-Aktion: Vorsorgen. Nie wieder ein Bruno (-Desaster)!
    (ab27.06.2006)

    Wenn Behörden in Bayern es nicht schaffen, einen zugewanderten und vom Umweltminister ‘willkommen geheißenen’ Bären und die Bevölkerung in der betroffenen Region angemessen zu managen, wie sollten dann Regenwaldländer es jemals schaffen, ihre Wälder zu retten und langfristig zu erhalten? Wir erwarten mehr von den bayerischen Behörden.

    Wir bitten alle LeserInnen, die Protestmail abzuschicken. Diese findet man direkt hier: http://www.wald.org/baer

  11. dorkiebrother sagt

    Viel schlimmer finde ich, dass er eighentlich gar nicht aggressiv war, sondern nur liebestoll.

  12. Gruenrekorder sagt

    An Acoustic Tribute to Bear Bruno | Various Artists | Gruenrekorder Audio-Project 06

    Konzept:

    Als eine Art des Protests gegen die Ermordung des Bären Bruno, bittet Gruenrekorder um die Einsendung von Tracks mit einer Spiellänge von 0:30-3:00 Min. zum Gedenken an den Bären. Gruenrekorder stellt die Stücke unter Creative Commons Lizenzen online. Dort sind sie dann frei erhältlich. Gruenrekorder hofft, durch dieses Projekt ein akustisches Denkmal zu setzen, damit Brunos sinnloser Tod nicht in Vergessenheit gerät. Für zugesendete Beiträge sind wir dankbar!

    Mit akustischen Grüßen, das Gruenrekorder Team.

  13. Gamze Ozfirat sagt

    Ich hatte Bruno auch ins Herz geschlossen und musste weinen wenn er erschossen wurde.

    Danke für diese Seite, jetzt weiss ich, dass es auch andere Leute gibt, die Bruno nicht einfach vergessen.

    Hut ab!

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