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Weck – er mich nicht

Eben noch passierte es im Fernsehen: ein Wecker schrillte. Kennen auch Sie dieses unangenehme digitale Schrillen von modernen Funkweckern, Eieruhren und Kollegen? Es fährt einem sprichwörtlich durch Mark und Bein. Jedes Mal überlege ich, ob ich das Ding aus dem Fenster werfen soll. Im Falle des Fernsehers ist das zu teuer und auch sonst denke ich unwillkürlich: Gut immerhin ist man wach. Aber wenn Sonntags morgens um sechs wie gewohnt das Ding anschlägt, habe ich für kurze Zeit eine dunkle Rottönung im Gesicht, weil ich denke: welcher Idiot baut solche Wecker? Kann das nicht leise beginnen, dann hat man noch Zeit es mit einer versöhnlichen Geste auszumachen und weiter zu schlafen.

Aber es geht doch auch anders, oder? Früher hatten die Wecker angenehmere Töne, vom leisen Schlagen der Pendeluhr über das Ticken von aufziehbaren Armbanduhren, Wecker der unangenehmen Sortewelches tatsächlich doch schon eine beruhigende Wirkung hat(te). Auch alte Wecker waren irgendwie angenehmer. Die modernen Wecker schrillen alle ungefähr gleich unbarmherzig und keiner der Ingenieure scheint sich darüber ausreichend Gedanken zu machen. Ich habe mich extra im Uhrenhandel in Kempen umgesehen (gut, der ist nicht riesig der Uhrenhandel hier) und musste mir sagen lassen, dass die alle so unangenehm sind. Komisch im Zeitalter von Klingeltönen des Handys, möchte man annehmen, dass man etwas Liebevolleres an Wecklauten aus solchen herzlosen Geräten zaubern könnte. Ein Marktlücke, die es schnell zu füllen lohnt. Bis dahin fliegt vielleicht der eine oder andere Kollege wirklich durch das Fenster?.

3 Kommentare

  1. Peter W. Sawatzki sagt

    Das Nächste wären dann das JAMBA-Weckerton-Abo! ;-)

    Aber Sie haben natürlich Recht.

    Leider brauche ich keinen Wecker, da ich zeitlebens immer von alleine rechtzeitg wach geworden bin.

  2. Peter W. Sawatzki sagt

    Na gut, ich gebe zu, so Akademiker müssen ohnehin erst gegen Mittag aufstehen…

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