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Caecilie Norby im Dortmunder domicil

Das domicil in Dortmund ist eine der besten Adressen für gute Musik. Nahtlos reihte sich am 03.11.2011 Caecilie Norby in die illustre Gesellschaft anderer Jazzgrößen ein. Nicht nur leise und laut, auch klassisch und jazzig, seriös und schrill vereinte Caecilie Norby Gegensätze mit immer sicherer Stimmlage in Ihrem Programm „Arabesque“ (gleichnamige CD). Ausgewogen wechselten sich stillere und lautere Stücke so ab, daß es musikalisch spannend blieb.

Caecilie Norby live

Hielt man zwischendurch in ihren Liedern inne, so fragte man sich unweigerlich: Was wäre, wenn ich jetzt sagen müsste ob das Klassik oder Jazz ist? Schlimm war das keinesfalls, aller höchstens abwechslungsreich. Begleitet wurde Caecilie Norby durch hervorragende Musiker: Lars Danielsson am Bass und Chello, Morten Lund am Schlagzeug, Katrine Gislinge Piano und Per Gade an der Gitarre. Alle für sich sind schon hervorragende Musiker, zusammen war es teils eine Explosion mal sinnlicher, mal kraftvoller Klänge. Der Dialog zwischen Lars Danielsson und Caecilie Norby erinnerte vokal ein bisschen an das Können von Al Jarreau. Dieser Höhepunkt des Abends könnte in die Jazzgeschichte eingehen.

Von den klassischen Jazz-Stücken der vergangen Jahre war wenig zu hören. Hätte ich einen Wunsch frei gehabt, dann hätte ich mir ein paar der älteren, konservativeren Titel gewünscht. Wohl auch noch mehr Improvisation. Aber das Fazit ist trotz meiner Wünsche doch vor allem, dass es ein mitreißendes, sehr interessantes Konzert war. Wer das nicht hören konnte, der mag in die zahlreichen CDs hineinhören, die auf dem Markt sind.

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