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Suche nach Mirco – Hat die Polizei Fehler gemacht?

Man sollte annehmen, daß es so eine Art Rettungsplan für verschwundene Kinder gibt, in dem es heißt: Die Müllabfuhr muß sofort gesperrt werden in einem Gebiet 50km rund um den Tatort. Das ist nicht passiert. Ist das ein folgenschwerer Fehler der Polizei? Sollte nicht auch ein Wagen der Polizei herumfahren und die Meldung verbreiten für Menschen, die keine Tageszeitung bekommen? So daß jemand der die Kleidung findet, sie auch sofort meldet?

Es scheint so als sei da kein Plan gewesen, oder zumindest stand das wohl nicht als Hinweis auf der Prioritätenlist. Sonst hätte man vielleicht weitere wichtige DNA-Spuren gefunden und mit bekannten Sexualtätern vergleichen können. So wird es wohl dem Zufall überlassen sein, ob man Mirco und den Täter findet.

4 Kommentare

  1. Holger Ehrlich sagt

    Natürlich wäre es wünschenswert, einen solchen Plan zu haben, aber dass Kinder entführt werden, ist ein recht seltenes Ereignis. Entsprechend liegt der Ausbildungsschwerpunkt der Polizei auf anderen Gebieten, Drogenkriminalität zum Beispiel. Entgegen des allgemeinen Empfindens ist die Gewaltkriminalität gegen Kinder seit Jahren rückläufig.
    Mirco und seinen Eltern nützt das allerdings nichts. Und ja, an die Müllabfuhr hätte die SoKo denken müssen, aber die Polizisten der SoKo sind auch nur Menschen, und zwar solche, die unter ungeheuerem Druck stehen, da sind Fehler unvermeidlich. Zumal die meisten dieser Polizisten das erstemal in ihrem Leben mit einem solchen Verbrechen konfrontiert sind. Das Verbrechen ist schrecklich, und als Vater kann ich mir nichts schlimmeres vorstellen, aber dafür verantwortlich ist ausschließlich der Täter, nicht die Polizei.
    Ich kenne Polizisten, die in einer ähnlichen SoKo hier in Hannover gearbeitet haben, und habe miterleben können, wie hart sie an dem Fall gearbeitet haben. Und wie verzweifelt sie über ihre Erfolglosigkeit waren. Die Polizei tut, was sie kann. Und wenn das nicht ausreicht, so liegt das nicht unbedingt an der Polizei, sondern zum größten Teil an der Politik, die in den letzten Jahren auch bei der Polizei kräftig gespart hat.

  2. Peter Roskothen sagt

    Ich gebe Dir Recht Holger, die Polizei gibt ihr Bestes. Das kann man sehen und fühlen. Grefrath gehört seit der Entfürhung wohl zu den sichersten Städten in Deutschland, schließlich kreist ständig ein Heli und es suchen Hundertschaften nach Mirco. Was ich mich frage ist, ob es nicht ähnlich eines Defektes beim Fliegen, eine Art Checkliste gibt, die solche Müllabfuhren vermeiden helfen. Und richtig: verantwortlich ist absolut der Täter.

  3. Holger Ehrlich sagt

    Jetzt wird der Punkt "Müllabfuhr" ganz sicher zum Standard gehören. Aber wie gesagt, vermutlich hatte bei der Polizei niemand ausreichend Erfahrung mit Kindesentführungen, und bundesweite Standards hat die Polizei nicht.

  4. Thomas Berscheid sagt

    Die Sperrung der Müllabfuhr ist eigentlich nicht notwendig, wenn das Verschwinden eines Menschen wenige Stunden nachher der Polizei gemeldet wird. In diesem Fall ist aber von Anfang an einiges nicht nach Plan gelaufen. Die Eltern von Mirco werden die ehesten sein, die zutiefst bedauern, sein Verschwinden erst am Samstag morgen bemerkt zu haben.

    Ich habe gerade mit meinen Eltern gesprochen. Die Überflüge der Tornados am Freitag wecken Erinnerungen an die Zeit, als regelmäßig Phantoms, Tornados und Warzenschweine über Grefrath gesichtet wurden.

    Vielleicht stammt der Täter aus dem Dorf. Jemand sagte, die Polizei habe bereits 20 Wohnungen durchsucht. Gerüchte kochen hoch. Mein Vater hat mir gerade ein paar von den Dingen erzählt, die in der Nachbarschaft an der Grunewaldstraße kursieren.

    Vielleicht sitzt da irgendwo in Grefrath oder in Hinsbeck ein Mensch, der sich nicht mehr auf die Straße traut. Weil er (oder sie) germerkt hat, dass er (oder sie) den schwersten Fehler seines Lebens gemacht hat.

    Ich habe keinerlei Mitleid mit dem Täter. Aber ich versuche, mich in die Person hineinzudenken.

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