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Lisa Stansfield in Köln ganz intim

Lisa Stansfield in Köln 2014 zur CD Seven, Tournee

Lisa Stansfield führte es auf Ihrer Deutschland-Tournee am 19.05.2014 nach Köln, wo Sie vor etwa 800 Fans ganz intim auftritt:

Lisa Stansfield ganz neu

Lisa Stansfield in Köln 2014 zur CD Seven, TourneeMrs. Stansfield kommt nur einige Minuten nach Acht auf die Bühne des Theater am Tanzbrunnen in Köln. Das Publikum reagiert noch verhalten begeistert. Niemand weiß, was der Abend bringen mag. Da hat das Publikum aber nicht mit Lisa Stansfield gerechnet. Die Dame erweist sich nicht nur sofort als gute Live-Sängerin, sondern auch als ausgesprochen lebendige Frontfrau. Wie viele Bands können gute Musik machen, aber das Publikum nicht begeistern? Lisa Stansfield mit Ihren acht Instrumentalisten und einer stimmgewaltigen Backgroundsängerin ist sofort in der Lage den Saal zum Aufstehen und Mittanzen und Mitklatschen zu bewegen.

Die zunächst verhaltenen Tanzbewegungen des Publikums werden schnell vertrauter und lockerer. Schon nach dem ersten Stück erklärt sie einem Ordner zur Überraschung aller Anwesenden

Stop it! Stop it!

Die Sängerin möchte gerne, dass die Fans bis an die Bühne dürfen, mit tanzen können, Spaß haben. Sie wiederholt ihren Wunsch nach einigen alten und neuen Liedern ausdrücklich und fordert das Publikum auf, sich nicht den Spaß von den Ordnern verderben zu lassen und nach vorne zu kommen. Die Sängerin und Komponistin rockt nach wenigen Titeln den Saal.

Seven heißt das neue Album

Lisa Stansfield in Köln 2014 zur CD Seven, TourneeEs wird ein ausgelassenes Stück Musikgeschichte von den Anfängen der Karriere bis zum neuen Album „Seven„. Seven ist seit 10 Jahren das neueste Album der Künstlerin. Und ganz gerade heraus: die neue Seven ist ein Meisterwerk von groovigen, poppigen und souligen Titeln, auf die sich das Warten gelohnt hat. Wurde die Tournee in 2013 verschoben auf 2014, lag das an der noch nicht fertig gestellten CD, die Mrs. Stansfield erst auf den Markt bringen wollte. Zum Lied „So be it“ sagt die Sängerin mit ihrem eigenen englischen Akzent vorab (freies Zitat):

Es geht darum, dass Du dich selbst akzeptierst wie Du bist. Du sollst Dich mögen und stolz darauf sein.

Das Lied holt alle ab, denn der Durchschnitt der Besucher hat ähnliche Lebenserfahrung wie die Sängerin mit Ihren 48 Lenzen. Die zierliche Lisa Stansfield genießt es live zu singen und hat riesigen Spaß auf der Bühne in Köln. Ich habe viele Bands gesehen, die ausschließlich ihr Programm machen, nicht aber diese Engländerin. Sie erweckt den Eindruck, dass sie ihre Musik lebt und es ihr großen Spaß macht, sich bis zur Reserve einzubringen. Nach 105 Minuten sind etliche alte und neue Songs gebracht. Lisa Stansfield hat mit schrillen und lauten, sowie ganz leisen Tönen all Ihre Kraft in die Songs gelegt und eine wunderbare Performance abgegeben. Sie hat das Publikum begeistert und es zum Mitsingen bewegt. Die hervorragend besetzte Band war perfekt, die Bläser lustig und absolut notwendig. Besser kann es nicht kommen. Lisa Stansfield in Köln 2014 zur CD Seven, Tournee

Der Weltstar hätte es verdient auf der Tour vor mehr Menschen zu singen. So ist es ein Glück für die Besucher, denn in der kleineren Menge können wir Fans Queen Lisa Stansfield intim genießen, fast wie in einer Bar. Wer den Video ihrer Liveperformance in Ronny Scott´s gesehen hat, der weiß, dass Frau Stansfield in der kleineren Umgebung noch besser zur Geltung kommt. Sie gibt in Köln ein großes Konzert, versprüht viel Kraft, englischen Witz und Begeisterung. Und sie verzaubert ihre Fans aufs Neue. Sagen wir es mit Seven: So be it!

© Fotograf Peter Roskothen schreibt: Lisa Stansfield in Köln ganz intim

2 Kommentare

  1. Steven sagt

    Was für ein schlechtes Konzert und für ein unkritisches und dankbares Publikum das doch war!

    Frau Stansfield kam auf die Bühne, offenbar alkoholisiert, fahrig und unfähig auch nur einen hohen Ton zu treffen. Die ersten schrillen Töne ließen alle die ich von meinem Platz überblicken konnte, zusammenzucken. Und da das Publikum fast jedes Lied kannte, wusste man, wann man wieder in Deckung gehen musste.

    Aber so sind nun mal die Kölner, machen das Beste draus, tanzen mit. Man war absolut gnädig mit der fluchenden Dame, die ihren Zenit leider weit überschritten hatte. In anderen Ländern wäre sie für diese Vorstellung von der Bühne gepfiffen worden. Das können auch noch keine noch so gute Band und stimmgewaltige Hintergrundsängerin ausbügeln. Aber wenn man so viel für die Karten geblecht hat, muss man es sich wohl schönreden und -schreiben, was eigentlich ein grauseliger Abgesang auf eine Weltkarriere mit zahllosen Hits war.

    • Stansfield4ever sagt

      Mein Gott, Steven!
      Deine Kritik erinnert an eine alte verbitterte Religionslehererin!

      Wenn du dir sorgen um dein Geld machst, bleib doch gleich Zuhause! Sicher kein Verlust!!

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