Kommerz, Leben & Tod
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Ich boykottiere die Allianz

Wer nicht hören will muß fühlen. Ich bin der Meinung daß es höchst unsozial ist, im Jahr 2005 voller Stolz von 4.4 Millarden Gewinn zu reden und anschließend in 2006 7.500 Beschäftigte entlassen zu wollen. Die Allianz, Deutsche Bank oder Telekom sind unsoziale Unternehmen, AGs, die geleitet von den monetären Interessen Ihrer Geschäftsform nur ein Ziel haben: Profit, koste es was es wolle.

Dabei geht man über Leichen, sprich über soziale Strukturen innerhalb der Unternehmen und Angehörigen der Angestellten. Das Glück und Leid vieler Familien wird ignoriert. Ich bin nicht Kunde der Allianz und werde es auch nicht sein. Ich denke die einzige Art solchen Unternehmen ihre Fehler aufzuzeigen ist über das Geld. Und das bleibt aus, wenn Menschen dort nicht Kunden sind oder kündigen. Man muß diese Unternehmen dort treffen, wo sie am empfindlichsten sind: in ihrer Bilanz und es ist selbstverständlich unmoralisch hoch zwei, bei solchen Gewinnen seine Mitarbeiter zu entlassen und den Bossen weiterhin millionenschwere Gehälter zu zahlen. Das Leid welches durch die Entlassungen ausgelöst wird, ist derzeit schon spürbar in den Arbeitsniederlegungen. Mir ist außerdem nicht ganz klar, wie die Angestellten dieses Konzerns noch vernünftig arbeiten sollen, angesichts dieser Nachrichten. Schon jetzt ist absehbar wie der Gewinn von 2006 aussehen wird angesichts der ungeheuren Motivation der Konzernleitung durch die Ankündigung der Entlassungen. Darum boykottiere ich ganz bewußt diesen Konzern um ihm zu signalisieren: Allianz Du bist ein Verbrecher an Deinen Mitarbeitern, denen die Deinen Erfolg verdienten.

Zitat Handelsblatt.com: „Laut Geschäftsbericht bekam Diekmann (Anm.: Konzernchef Allianz) im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Euro ausbezahlt. Außerdem wurde ihm ein Bonus von 2,6 Millionen Euro gutgeschrieben, dessen Höhe sich je nach Aktienkurs in den kommenden Jahren noch verändern kann. Walter (Anm.: Dresdner-Bank-Chef) bekam 1,75 Millionen Euro auf die Hand und hat Aussicht auf einen satten Nachschlag von 3,3 Millionen Euro.

Platz drei belegte der inzwischen ausgeschiedene Chef der Sachversicherung Deutschland, Reiner Hagemann, mit insgesamt 3,85 Millionen Euro. Finanzchef Paul Achleitner erhielt 3,73 Millionen, Chefbuchhalter Helmut Perlet 3,68 Millionen Euro. Kleinstverdiener unter den zehn Allianz-Vorständen war Werner Zedelius, der für Wachstumsmärkte verantwortlich zeichnet und insgesamt 3,0 Millionen Euro bekam.“

Anmerkung: Was ich hier schreibe ist meine private, persönliche Meinung.

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