Grefrath, Niederrhein, Recht & Gesetz
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Das Leben ist teuer – Regenwassergebühr

Wenn man heute einem Schulabgänger erklären möchte, warum er in Zukunft arbeiten muß, dann wird man nicht umhin kommen, bei allen Kosten des Lebens auch die Gebühren und Steuern aufzuzählen. Da lassen sich so manche Politiker und Gemeinden, Unternehmen und Verbände tolle Sachen einfallen. So bekommen Hausbesitzer auch Steuerbescheide zum Thema Regenwasser. In Grefrath zahlt man für ein Haus knapp EUR 10,- pro Monat nur dafür, daß es regnet. Regenwassergebühr nennt sich das. Klar, das Regenwasser gelangt vorschriftsmäßig in den Kanal. Wurde der Kanal aber nicht bereits bezahlt? Laut Auskunft der Gemeinde, zahlt man die Entsorgung des Regenwassers. So wie das Abwasser, welches man produziert.

Es stellt sich für mich persönlich unwillkürlich die Frage, wann der Moment kommt, wo man sich noch einfallen lässt die Luft zu besteuern, weil man ja mit dem Aufforsten von Bäumen für gute Luftqualität sorgt? Aber vielleicht muß man das gar nicht tun, denn man findet sicher noch andere Steuern, die das substituieren können.

Zurück auf den Boden der Tatsachen: Das Leben wird inzwischen fast unerträglich teuer. Und wenn sich noch ein paar kluge Leute mehr Methoden einfallen lassen, sich an der Arbeit anderer zu bereichern, dann wird es auch immer mehr Menschen geben, die nicht einsehen, warum sie nicht Hartz IV plus Putzgeld/Schwarzgeld vorziehen sollten. Was dann wiederum von der erwerbstätigen Schicht bezahlt werden muß. So schließt sich der Kreis. Oder?

1 Kommentare

  1. Holger Ehrlich sagt

    Das Regenwasser ist ein gutes Beispiel für staatliche Abzocke. Wie Du richtig sagtest, ist der Kanal bereits bezahlt, aber noch besser kommt es, wenn man bedenkt, dass das Regenwasser zur Kanalreinigung beiträgt, schließlich verdünnt es das Abwasser. Ohne Regenwasser funktionierten die Abwasserkänale mancherorts gar nicht!

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