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Tessiner Doppelmord

Gerade hatten wir (meine Frau und ich) einen sehr guten Beitrag in der „ZEIT“ im Teil „Leben“ zu dem Doppelmord in Tessin durchgelesen „Wie das Böse nach Tessin kam“. Da finde ich diese Kommentare im Internet.

Ich hoffe daß die Kommentatoren mal den Artikel in der „Zeit“ lesen. Meiner Meinung nach steckt das Böse in uns allen als Anlage, allerdings haben es einige etwas besser unter Kontrolle als andere. Viele Menschen machen unbewußt oder bewußt Sport, Gartenarbeit, Putzen, Wagenwaschen oder ähnliches „Shugyo„, um ihre Kräfte und Aggressionen zu kanalisieren. Was ich aber wirklich völlig daneben finde, sind gewaltverherrlichende Spiele wie „DOOM“ oder ähnliche. Oder Filme wie die, die die Angeklagten angesehen haben. Natürlich arbeiten immer mehr Eltern beide gleichzeitig und lassen damit den eigenen Kindern zu viel Gelegenheit, sich mit Mist zu beschäftigen, ohne es mit ihnen zu verarbeiten oder zu diskutieren. Manche Eltern machen das, weil sie die Kinder „haben wollen“ sich aber der Konsequenzen nicht bewußt sind (wer lernt schon Eltern sein in der Schule). Manche Eltern lassen die Kinder allein, weil sie das Geld benötigen um ihr Haus zu finanzieren, mache weil beide arbeiten wollen. Das Wort „wollen“ spielt dabei wohl das übergeordnete Wort vor „Verantwortung“. Das hört sich an wie ein Vorwurf, was ich da schreibe, ist so aber nicht gemeint, denn jeder hat andere Sichtweisen und sicher ist das Eltern-sein eine ganz schwierige Sache und Gratwanderung.

Wie ohnmächtig manche Eltern sind und wie wenig sie die Kinder wahrnehmen und ernstnehmen, stellt der Fall im Tessin für mich klar. Selbst ernste Warnzeichen wurden eben nicht wahrgenommen und nicht besprochen.

Das Eltern sein nicht leicht ist, ist völlig klar. Es ist eine der verzwicktesten Aufgaben der Geschichte und das gerade zu Zeiten der Pubertät der eigenen Kinder. Ich erinnere mich an meine Pubertät und zucke zusammen in der Erinnerung. Und natürlich ist der Kapitalismus in seiner pursten Form mitverantwortlich. Der Gabentisch ist gedeckt mit Gewaltspielen, Horrorfilmen, falsch klassifizierten Filmen im Fernsehen und DVDs, mit Hauswünschen, Autowünschen und anderen Suggestionen, die man jeden Tag im Werbefernsehen ansehen muß und denen man unweigerlich und undifferenziert folgt.

Bei so viel Ablenkung und Mist auf der Welt, ist es gut, daß es Eltern, Institutionen und Lehrer gibt, die sich um die Kinder kümmern und sich Mühe geben. Eine der besten Alternativen zu den völlig falschen Leerläufen und sinnlosen Beschäftigungen ist z.B. Aikido und andere Budoarten. Nicht nur für Kinder, sondern vor allem auch für Erwachsene.

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