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Peter Frampton in der Turbinenhalle in Oberhausen

Peter Frampton live in der Turbinenhalle in Oberhausen 2011

Peter Frampton live in Deutschland. Ein tolles Konzert mit allem drum und dran:

Peter Frampton live in der Turbinenhalle in Oberhausen 2011Freitag 18.30.2011: es regnete in Oberhausen. Auf dem Konzertticket stand „Peter Frampton – Thank you Mr Churchill – Tour 2011“ um 19:00 Uhr. Als wir um 18:15 ankommen, wird in der Turbinenhalle noch geprobt; die Stahltüren sind noch verschlossen. Erst um 19:00 Uhr ist Einlass und bis Peter um 20:00 Uhr auf die Bühne tritt, sind immerhin die Haare wieder trocken. Was folgte, fegte den etwa 1.000 Fans die Beine weg.

Peter Frampton rockt live

Rock vom allerfeinsten, mal sanft, mal bretthart und immer bekommen alle bei jedem Song eine Gänsehaut vor lauter Glück. Der wohl weltbeste E-Gitarrist spielte sich in Gitarrenriffs, die man nur live in vollen Zügen genießen kann. Selbst mit der famosen „Live in Detroit“-DVD kann keine Heimanlage das so rüber bringen.

Die Band bestand aus vier weiteren hochkarätigen Mitgliedern, die an der Gitarre, Bass, Keyboard und Drums ihr Bestes gaben mitzuhalten mit dem vermutlich dreißig Jahre älteren Frontmann. Peter Frampton spielte aber die Band nicht klein, sondern zog sie mit, bis sich in der Mitte des Konzertes auch die Mitglieder trauten und sich der volle Drive entfaltete. Alle drehten an ihren Potis und machten sich auf den Weg die bekannten und neuen Songs in teils raffiniert neuer Art wiederzugeben. Und es rockte teils so arg, dass man Angst hatte um die Turbinenhalle. Musikalischer DialogDer Bassist und Drummer machten so viel tiefen Bums, dass die Halle unter unseren Füßen bebte.

Die Fans sogen es auf, sangen mit, gingen mit, tanzten und waren auch ohne Drogen im siebten Himmel. Peter Frampton war authentisch und machte nicht nur die musikalische Leitung, sondern erzählte zwischen den Songs auch viel von den Ideen hinter den Texten. Er kam völlig natürlich, super sympathisch, britisch, sehr humorvoll und auf dem Boden geblieben herüber.

Drei Stunden volle Dröhnung

Dass Peter Frampton drei Stunden lang spielte, kann man nur mit dem endlosen Enthusiasmus, der Liebe zur Musik und den Fans (my Family of Friends) erklären. Dabei war Peter Frampton offensichtlich krank und ein bisschen heiser, trank heißen Tee und lutsche starke Kräuterbonbons für die Stimme. Nichts davon konnte man an seinem Gesang bemerken. Ein absoluter Profi, der ohne Starallüren nicht sich selbst feierte, sondern zu einem großen Rockfest einlud. Und das Fest war überirdisch, so viel kann man sagen! Alle Mitglieder der Band gaben ihre gesamte Energie und Kunst. Wie die Fünf und vor allem der Drummer drei Stunden lang so Gas geben konnten, das wird sicher ein Bandgeheimnis bleiben.

Peter Frampton spielte wunderschöne SongsDas Durchschnittsalter der Fans kann man auf fünfzig Lenze schätzen. Als man die Halle betrat, gab es bereits behindertengerechte Metallstege für Rollstühle und falls Peter Frampton durchhält, dann kann man davon ausgehen, daß in zehn Jahren alle noch weniger Haare haben werden und sich trotzdem auf Krücken zum Livekonzert schleppen werden. Mach weiter Peter, es ist die weltbeste Musik für Deine Fans!

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