Allgemeines

Das Unwort „eigentlich“

Mein persönliches Unwort lautet „eigentlich„. Ich zucke regelmäßig innerlich zusammen, wenn Menschen dieses Wort in ihren Mund nehmen und es in Inhalte ihrer Aussagen einbinden. Der Grund ist, daß jeder, der das Wort benutzt, seine Aussage sofort wieder relativiert.

„Eigentlich wollte ich gar nicht zu dem Termin hingehen.“ bedeutet in meinen Augen soviel wie: Ich wollte nicht hingehen, bin aber doch hingegangen weil ich es eben wollte. So kann man jeder Aussage mit meinem persönlichen Unwort sofort wieder die Aussage entziehen. Das ist so, als ob ich einen Ballon aufblase und ihm sofort wieder die Luft herauslasse. Oder so als ob ich einkaufe und alles sofort wieder umtausche.

Aber versuchen sie mal bewußt, das Un-Wort aus ihrem Wortschatz zu verbannen: es ist extrem schwierig es nicht zu benutzen. Für mich gibt es nur wenige Menschen, die gut reden oder schreiben können. Womit ich wieder bei meinem Vorbild Helmut Schmidt bin :-).

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4 Kommentare zu “Das Unwort „eigentlich“

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    Holger Ehrlich

    Helmut Schmidt ist ein hervorragende Vorbild. Die Schmidts sind Freunde meiner Eltern, so daß ich den großen Vorzug genieße Helmut und Loki Schmidt persönlich zu kennen, auch wenn ich sie schon seit vielen Jahren nicht mehr gesehen habe. Das Wort „eigentlich“ verwende ich ganz bewußt in dem von Dir beschriebenen Sinne, meist um etwas ironisch aufzugreifen.

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    Eigentlich wollte ich nix zu diesem Beitrag schreiben
    ;-)

  3. Avatar

    Ich liebe die deutsche Sprache und mag kein einziges Wort missen.
    Eigentlich und überhaupt. ;-)

  4. Avatar
    Simon Albrecht

    Ich habe seit rund zwanzig Jahren das Wort „eigentlich“ aus meinem Wortschatz verbannt. Und es geht! Bin nebenberuflich journalistisch tätig. Irgend ein Rhetorik-Guru hat in einem Seminar gesagt: Das Wort „eigentlich“ raubt jedem Satz die Kraft. Das war für mich der Auslöser.
    Und in der Bibel ist das Wort nicht erwähnt. Dr. Martin Luther wird sich schon die Kraft seiner Wörter bewusst gewesen sein.

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