Fotografie, Internet, Werbung/Marketing
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Internetseiten selbst machen

Viele Menschen denken es wäre einfach Internetseiten selbst zu machen und zu veröffentlichen. Das mag für Blogs noch richtig sein, denn da gibt es Anbieter die das in einem automatischen Verfahren anbieten und bei denen man sich sogar noch ein Layout aus einigen Angeboten aussuchen kann. Aber es hört schon da sehr leicht auf, wo man das Layout oder die Inhalte, die Links, die Verweise und Statistiken, die Titel, Metatags oder das Impressum ändern möchte. Mögen die eine oder andere Änderung noch einfacher möglich sein, so ist das mit dem Layout spätestens ein Problem. Schließlich möchte man nicht in einer Masse von ähnlich aussehenden Seiten versinken.

Jeden Tag erscheinen am Kiosk Zeitschriften, die dem Verbraucher, Einzelunternehmer und Manager eines Unternehmens suggerieren, daß er entweder selber eine Webseite erstellen kann, oder daß er seinen Mitarbeiter, seinen Sohn/Tochter damit beauftragen kann. Auch gibt es viele Menschen, die denken, daß Ihr Neffe das doch so gut drauf hat weil er doch mal so einen schönen Briefbogen gestaltet hat. Das gleiche gilt übrigens für die Fotografie: auch da geht bei wichtigen Ereignissen so einiges schief, was man lieber Profis überlassen hätte.

Bei Webseiten ist es unheimlich wichtig auf gutes Layout zu achten. Schon die erste Seite muß optisch so wunderbar sein, daß der Besucher gerne verweilt. Dann muß der Besucher geleitet werden. Und zwar nicht zur Rubrik „Philosophie“, die wie immer mal keine Philosophie beeinhaltet, sondern nur den Lebenslauf der letzten drei Jahre des Unternehmens, sondern zu den Produkten oder Dienstleistungen. Ich könnte aus meiner jahrelangen Erfahrung eine Liste von Notwendigkeiten der Webseite aufzählen, aber die würde so lang, daß keiner mehr diesen Artikel lesen möchte. Auch gute Grafiken und Fotos gehören zur Webseite dazu. Möglichst gute Fotos, die einen Anspruch haben und nicht so ein Geknipse mit der eigenen tollen digitalen Kamera. Eben Fotos vom Profi.

Spätestens nach den letzten Gerichtsurteilen ist ebenfalls klar, daß man besser keine „geliehenen“ Fotos in die Webseiten einbindet. Und daß es noch andere rechtliche Vorgaben gibt, die der Private und Hobbywebseitenbastler nicht kennen kann. Ich finde es grauenvoll, daß es immer wieder Software und Magazine gibt, die suggerieren wie einfach das doch alles für den Einzelnen ist. Es ist schlichtweg nicht einfach! Es gibt tausende von Hürden und Dingen die schon bei der Planung berücksichtigt werden müssen, damit sich die Katze nicht in den Schwanz beißt und Sie nicht hinterher sagen: „Siehst Du Karl, das Internet ist doch ein Reinfall.“. Es ist kein Reinfall, es kann überaus großen Erfolg bringen, wenn es richtig gemacht wird und man gerne und oft auf Ihre Seiten gelangt. Lassen Sie sich nicht vormachen, daß Sie das alles ganz schnell mal eben so lernen. Da möchten einige Verlage gerne vormachen, was so einfach sein soll. Ist es nicht. Sie können in der Zeit wo Sie sich damit beschäftigen Webseiten selber zu erstellen und Fehler zu korrigieren mit Ihrer eigentlichen Tätigkeit mehr Geld verdienen, als sie es bei dem Selbstversuch sparen.

2 Kommentare

  1. Peter W. sagt

    Wie wir heute schon am Telefon erörterten, ist es so, daß jeder irgendeinen Cousin oder „Kumpel“ hat, von dem er glaubt, der kenne sich „voll gut aus“. Die sind es dann, die diese vielen miserablen Seiten machen und den ernsthaften Gestaltern die Arbeit wegnehmen. Denn bevor der Auftraggeber kapiert, daß sein Mißerfolg durch die schlecht gestaltete Seite hervorgerufen wurde, nimmt er in Unkenntnis der Marktmechanismen an, das läge daran, daß das Internet einfach Mist sei.

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