Konzertrezension, Kunst, Musik, Pop
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Depeche Mode in Concert (Düsseldorf)

Da war es also, das große Konzert in Düsseldorf, starring Depeche Mode vor 50.000 Zuschauern. Die Düsseldorfer Arena war der Ort des Geschehens und wir waren dabei, weil wir Karten für das Konzert in 2009 erstanden hatten. Der Gallenblasentumor hatte das Konzert dann auf den 27.02. 2010 verlegt und Dave sah abgemagert und mitgenommen aus. Er und seine engsten Mitstreiter Martin L. Gore und David Fletcher lieferten ein professionelles Konzert mit relativ spärlichem Bühnenbild/-licht. Es war alles etwas unspektakulär, was sich da bot, am schlimmsten der Sound auf den Sitzplätzen. Völlig inakzeptabel erscheinen mir heute solche Sportarenen für den Sound von Musikgruppen zumindest auf den Sitzplätzen.

Ich bin ein Fan, aber kein enthusiastischer Fan von Depeche Mode. Beim tollste Konzert „Devotional“ was die Jungs gegeben haben – so jedenfalls stellt es sich auf den DVDs dar – hatte Dave ziemlich große Pupillen. Dave schwitzte, zog sich halb aus, war völlig in Trance und es hat mich begeistert. Wie damals ein Song wie „Never let me down again“ dazu passte wird nur den Fans von harten Drogen erklärlich sein. Bewusste Selbstkritik war es jedenfalls kaum. Aber ich erwarte keine Aussagen von Depeche Mode, sondern gute Musik und Show.

Für einen Fan war Düsseldorf entweder ein bisschen zu geschäftsmäßig und müde (wie kann es anders sein, wenn man am Tag vorher dasselbe harte Programm absolviert), oder aber es fehlten Songs wie „Everything counts“ und „Just can’t get enough“. Alles andere war gut aber nicht mitreißend. Konnte es bei der miserablen Akustik auch nicht sein. Irgendwie kam es mir vor wie ein Abgesang. Mal sehen ob noch was kommt. Das letzte Mal als mir jemand live zurief  „See you next time“ war es Maurice Gibb und die Drei kamen nie wieder. Man soll gehen wenn es am Schönsten ist. Das wäre wohl ein Konzert vorher gewesen.

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