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Was viele Juden aus Ihrer Vergangenheit gelernt haben

Möchten Sie mal wissen, was die Israelis aus Ihrer Vergangenheit gelernt haben? Einen interessanten Beitrag hat da der Deutschlandfunk heute morgen ausgestrahlt. Die Redakteurin Bettina Marx legt offen, wie vermummte Israelis ihre arabischen Nachbarn gewaltsam aus ihren Häusern holen, Ihnen nicht einmal gestatten das Hab und Gut mitzunehmen und dann ihr Haus abreißen. An Araber wird auch nicht vermietet oder verkauft. Die möchte man nicht in seiner Nachbarschaft. Mit einem Verarbeiten der Vergangenheit hat das sicher nichts zu tun. Und wundern muß man sich auch nicht über den ungeheuren Haß der Araber gegen die Juden. Ich würde an Stelle der Araber solche Juden vermutlich auch als undemokratisch und kriegstreibend bezeichnen.

Immerhin haben die Juden, die das alles miterleben wohl auch das Wegsehen von den Deutschen gelernt?

Wie Israel Häuser arabischer Bewohner zerstört

3 Kommentare

  1. Holger Ehrlich sagt

    Es gibt sie nicht, DIE Israeli. Die illegalen Siedler, sind zum größten Teil ultraorthodoxe Juden, die neben dem israelischen noch einen US-Pass in der Tasche haben. Große Teile der Bevölkerung lehnen das Vorgehen der Ultraorthodoxen ab. Diese werden aber offiziell geduldet, weil die Regierungskoalition auf die kleinen orthodoxen Parteien angewiesen ist, bzw. nicht den Mut hat sich gegen diese zu stellen, denn das sind die Parteien, die von den großen Geldgebern in den USA gefördert werden. In Israel gibt es an die 100 politische Parteien. Die meisten sind mehr oder weniger radikal sowohl politisch wie auch religiös. Da ist es geradezu ausgeschlossen, dass zwei oder drei gemäßtige Parteien eine Regierung bilden können. Es wird wohl noch ein paar Generationen dauern, bis religiösen Eiferer beider Seiten an Einfluss verlieren. Im Alltag abseits der Brennpunkte ist es schon heute so, dass Juden und Araber gut miteinander auskommen. Das wird nur kaum publiziert, denn „only bad news are good news!“

  2. Francisco sagt

    Als in Deutschland lebender Ausländer hat mich immer sehr gewundert, wie vorsichtlich sich hier die öffentliche Meinung zum Thema Judentum/Israel überhaupt äußern darf. Alles darf man in diesem Land kritisieren und unter die Lupe nehmen, sei es kulturell, politisch, religiös … alles? Nein, Israel und das Judentum ist die heilige Kuh in Deutschland, bloß keine Kritik an die Politik oder kulturelle /religiöse Gepflogenheiten, dann gilt man automatisch als „Antisemit“ und wird quasi zum Staatsfeind… Ich sehe darin ein großes Trauma, das das deutsche Volk noch nicht verarbeitet hat, es wäre aber schon längst an der Zeit.

    • Holger Ehrlich sagt

      Fein beobachtet! In der Tat hat Deutschland noch kein „normales“ Verhältnis zu Israel, aber ich bin sicher, dass sich das früher oder später einstellen wird.

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