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Krefeld – Die Stadt der Schlaglöcher und Politessen

Ein schönes Motto hat Krefeld: „Stadt wie Samt und Seide“. Leider ist mein persönlicher Eindruck mehr ein dreckiger, überaus negativer. Fährt man nach Krefeld, dann hat man Glück, wenn es einen nicht die Achse oder die Stoßdämpfer kostet. Die Löcher in den Straßen werden von den Verantwortlichen offenbar gepflegt und man hat den Eindruck, man kann durchsehen bis nach Australien. Vielleicht hat man Verträge mit den Werkstädten und bekommt Provisionen für Stoßdämpfer- und Achsschäden?

Hinzu kommt ein ausgesprochen cleveres Marketingkonzept, welches sich die Verantwortlichen der Stadt ausgedacht haben. Da hat man sich folgendes einfallen lassen: Für jeden Besucher der Stadt gibt es ein oder mehrere nette Gastgeschenke für den Besuch und die nette Idee, der Stadt mit den Einkäufen Gewerbesteuern zukommen zu lassen. Die Geschenke sind weiß, haben eine nette Schrift und kassieren (leider) Geld für falsches Parken und überzogene Parkzeiten. Falsches Parken ist nicht schwierig in Krefeld, dazu muß man kein Experte im Falschparken sein. Dazu kommt, daß die Stadt offenbar angewiesen hat, auch bei leichten Überziehungen der allgemeinen Höchstparkdauer von 2 Stunden mit Ticket des  Parkautomaten, direkt Knöllchen zu vergeben. Sofort und ohne Gnade sozusagen. Die Geschäfte und Gastronomie in Krefeld finden das klasse, weil es so tolle Gastgeschenke sind und immer mehr Kunden bringt. In Duisburg beispielsweise hat man inzwischen kapiert wie es besser läuft: andere Devise, weniger Knöllchen und vor allem mehr Rücksicht bringen immer mehr Menschen wieder dorthin zum Einkaufen und Bummeln. Auch die Einkaufscenter haben dazu beigetragen, daß die Stadt sich mausert. Offenbar hat man dort etwas mehr Verstand und arbeitet für die Bürger und nicht gegen sie.

Ab sofort heißt Krefeld deshalb bei mir: Die Stadt der Schlaglöcher und Politessen. Das passt viel besser. Danke Herr Oberbürgermeister für Ihre tollen Gastgeschenke und Ihre liebevolle und verantwortungsbewußte Arbeit! Sie verstehen wirklich was davon.

Auf der Marktstraße sind die Fotos von den Schlaglöchern entstanden. Anwohner wissen von wesentlich tieferen Löchern als diesen und machen schon Scherze über die Verantwortlichen.

1 Kommentare

  1. Bernd sagt

    Hallo Peter,

    wie sehr Du mir aus der Seele sprichst! Ob es ein positiver Aspekt der Löcher ist, dass ich mich hier oft wie in Indien fühle (wo ein Schlagloch mindestens 20cm tief sein muss, um als solches anerkannt zu werden).

    Ach ja – Du bist fotografisch ausgezeichnet über den Winter gekommen. Tolle Bilder, die ich allerdings erst jetzt im Frühling richtig würdigen kann.

    Gruß von Bernd

    PS: Hast Du Lust, ein paar Fototipps für die InderNettNews zu schreiben?

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