Gesundheit, Tipp!
Kommentare 1

Apothekenpreise

Seit Aufhebung des Preismonopols der Apotheken haben sich die Preise der Apotheken am Niederrhein nicht oder nur kaum verändert. Die Apotheker setzen vermutlich auf den guten alten Gang zur Lieblingsapotheke ganz nah am Arzt, der dem Patienten eine Verschreibung mitgab.

Jedoch wer seine Wehwehjen nach einiger Zeit kennt und weiß, daß er z.B. immer wieder leicht mit seiner Nasennebenhöhle zu tun hat, der hat vielleicht seine Lieblingsmedizin (auch auf pflanzlicher Basis) griffbereit oder zumindest im Kopf und geht nicht notwendiger Weise jedes Mal zum Arzt.

Das letzte Mal im Jahr 2008 fühlte ich eine Erkältung aufkommen und wusste, daß die besser verläuft, wenn ich meine persönliche Lieblingsmedizin „Sinupret Forte“ nähme. So fiel ich so einmal mehr Apothekenpreisen zum Opfer. EUR 18,20 für 50 Dragees. Die hat man in aller Regel in einer oder anderthalb Erkältungen aufgebraucht. Als mir der Apotheker eher lapidar den Preis nannte, kommentierte ich denselben mit „Ganz schön teuer, oder?“. Der Apotheker pflichtete mir bei und sofort stopfte er ein Päckchen Papiertaschentücher in das Tütchen mit dem Sinupret. Ich möchte gar nicht recherchieren um wieviel Prozent die Dragees in den letzten 5-10 Jahren teurer wurden. Das hat sicher nichts mit normalen Preissteigerungen und -verdopplung unserer Kosten seit Einführung des EUR gemein, sondern ist astronomisch.

Und so recherchierte ich im Internet. Das günstigste Angebot lag bei EUR 9,95 zuzüglich Versandkosten in Höhe von EUR 3,70, die aber bei Bestellwerten ab EUR 20,- entfallen. Auch andere Medikamente sind extrem billiger online zu erhalten.

Nun soll mein Artikel kein Plädoyer für den Onlinekauf sein. Ich werde seit jeher in Apotheken sehr gut beraten. Mancher Apotheker hat wertvolle, ergänzende Informationen zu den Medikamenten, die der Arzt nicht erwähnte. Es handelt sich in meinen Augen um ein sehr gutes medizinisches Zusammenspiel von Ärzten und Apothekern in Deutschland. Dazu haben Apotheker Ladenkosten und Versicherungskosten, die bei Onlineanbietern in dieser Höhe nicht anfallen mögen. Auch bekomme ich meine Medizin in aller Regel sehr schnell beim lokalen Apotheker.

Aber: der Preisunterschied ist nicht gerechtfertigt und ich werde solche laufenden Medikamente ab sofort online kaufen, damit sich auch die lokalen Apotheker überlegen, ob sie nicht ein kleines bisschen zur Entlastung der Gesundheitskosten beitragen können. Liebe Apotheker: ich mag Euch sehr, aber Eure Preise schlagen dem Fass den Boden aus.

1 Kommentare

  1. Anonymous sagt

    Wieviel darf es denn kosten?
    Die stationäre Apotheke vor Ort muss auch zumindest ab und zu Nacht- und Wochenenddienst schieben. Die Versorgung ist dezentral und die Beratung erfolgt von Akademikern. Ausserdem besorgt ihnen die stationäre Apotheke das was sie wirklich brauchen, nicht das was zufällig billig vorhanden ist.
    Vielleicht ist es auch nur deshalb so viel teurer geworden, weil so viele Patienten bereits im Internet ihre Medikamente beziehen und die stationären Apotheken deshalb höhere Preise benötigen um überhaupt überleben zu können.

    Warten wir erst einmal den Ölpreis im Jahr 2016 ab. Gut möglich das bis dahin Internetapotheken sehr viel teurer geworden sind, weil es transportmässig einfach unökonomischer ist.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.